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Stadtführer Miltenberg am Main

mit Bürgstadt und Kleinheubach

In gewisser Weise bleibt sich der rundum kultur verlag treu: Auch wenn Miltenberg nie Hessentagsstadt war und nie werden könnte, war sie Ausrichterin eines Pendants zum Hessentag, dem "Frankentag" 2008.
Da wir uns sowieso am liebsten herausragenden Stadtjuwelen widmen, ist nun mal ein solches in Franken an der Reihe, eines, das mehr als wert ist, genauer unter die Lupe genommen zu werden. mehr …

Homberg/Efze

Stadtführer

Zur Hessentagsstadt 2008 wurde das Fachwerkjuwel Homberg an der Efze gekürt, ein vor der Nominierung zu Unrecht nur mäßig beachteter Ort, dessen ästhetisches Potenzial sich endlich mit dem diesjährigen Großereignis voll entfalten kann. Im Hessentagsjahr 2008 ist im rundum kultur verlag der neue offizielle Stadtführer für Homberg an der Efze erschienen, der nicht nur den Hessentagsbesuchern konkrete Anleitung sein soll, sondern die hessische wie nichthessische Öffentlichkeit inspirieren und animieren will, auch sonst jederzeit zu Besuch zu kommen. mehr…

Butzbach

Stadtführer

2007 erlebt Butzbach in der Wetterau eine Renaissance.
Zum ersten Mal seit mehreren Jahrhunderten rückt das Fachwerkjuwel am Limes wieder ins Licht der Öffentlichkeit – als Stadt des Hessentages. Rege Renovierungs-, Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten im Vorfeld erinnern an die Zeit, als das Städtchen zur Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen-Butzbach aufstieg, und das Ergebnis dieser Geschäftigkeit kann sich deutschlandweit messen. mehr…

Fränkische Schweiz erleben


Die Fränkische Schweiz zählt zu Deutschlands malerischsten und kulturträchtigsten Mittelgebirgslandschaften. Sie ist mit ihren pittoresken Felspartien, romantischen Ruinen, ihren unverdorbenen Tälern und den zahlreichen Höhlenwundern wahrlich ein „Schlupfwinkel des deutschen Gemüts“. Eine enorme Fülle malerischer Szenerien und Denkmäler einer reichen Geschichte machen das Land im Städtedreieck Bamberg, Nürnberg und Bayreuth zur Erlebnislandschaft für Auge und Geist. Der Fotograf Herbert Liedel übernahm für das Buch „Fränkische Schweiz erleben“ den Part des Auges und hielt die schönsten Partien der Fränkischen Schweiz in Bildern voller Poesie und Romantik fest.
Die Geschichten, die hinter den Bildern stecken, erzählt Thomas Huth in unterhaltsamer und zugleich informativer Weise. Text und Bild ergänzen sich zu einem zeitgenössischen Panorama der Fränkischen Schweiz, das aufs Schönste belegt, dass Jean Pauls Satz „hier läuft der Weg von einem Paradies ins andere“ auch heute nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt hat.
Preis: 11,80 €

Franken erleben

Ein Bildband mit Texten von Thomas
Huth

Franken – gibt es das überhaupt? mag sich mancher fragen.
Kein Bundesland Franken zeigt Flagge auf der Landkarte Deutschlands.
Nur wer das nördliche Bayern einmal genauer betrachtet, findet
Landschaftsbezeichnungen wie Frankenwald, Fränkische Schweiz oder
Frankenhöhe. Darüber hinaus tauchen die drei Regierungsbezirke
mit den Namen Unter-, Mittel- und Oberfranken auf. Es gibt dieses Franken
also doch. Es will entdeckt werden, es drängt sich nicht auf, biedert
sich nicht an. Wer sich auf eine Entdeckungstour begibt, wird reich
belohnt, denn Karl Immermanns Vergleich Frankens mit einem Zauberschrank,
dessen Schubladen immer neue Überraschungen bereithielten, hat
nichts von seiner Gültigkeit verloren.
Die Füllung dieser Schubladen besorgte Frankens reiche Geschichte,
die von der Bestimmung des fränkischen Landes als Brücke zwischen
dem deutschen Norden und Süden, als Durchzugsland zwischen West
und Ost erzählt. Für den Reisenden von der Küste gibt
das sonnige Mainfranken einen ersten Vorgeschmack des Südens, während
Bayern und Österreichern das mitunter auch ernst protestantische
Franken als Kostprobe norddeutschen Wesens erscheinen mag. Der sinnlich-jubilierende
Barock Süddeutschlands ist hier ebenso zu Hause wie das grafisch-kontrastreiche
Erscheinungsbild der alten Fachwerkstädte rheinisch-hessischer
Prägung. Ohne allzu große Übertreibung darf man in Franken
ein verkleinertes Abbild Deutschlands sehen, nicht zuletzt auch in der
Vielfalt, die sicher das angenehmste Erbe jahrhundertelanger deutscher
Kleinstaaterei darstellt.
Die Fotografen Elmar Hahn, Thomas Peter Widmann, Herbert Liedel und
weitere haben für Sie die reich bestückten Schubladen des
"fränkischen Zauberschranks" aufgezogen und laden mit
ihren teils einfühlsam poetischen, teils repräsentativ dokumentarischen
Fotos zu einer visuellen Rundreise durch das opulente kulturelle und
historische Erbe Frankens inmitten seiner abwechslungsreichen Landschaft.
Getreu dem treffenden Satz, "man sieht nur, was man weiß'',
versucht der Text, der eng den Bildmotiven folgt, Zusammenhänge
und Werdegänge aufzudecken und nachzuzeichnen. Schließlich
verband der Grafik-Designer Klaus Schinagl Bild und Text zum vorliegenden
ästhetischen "Franken-Erlebnis".
Möge das Buch Einheimischen wie Gästen Frankens angenehme
Erinnerung an die Attraktionen und den Charakter eines schönen
Landes sein!
Franken ist ein Zauberschrank
Dass Franken ein Zauberschrank sei, befand Mitte des 19. Jahrhunderts
der Düsseldorfer Dichter und Theaterprinzipal Karl Immermann. Er
schuf damit ein poetisches Bild für eine Kulturlandschaft, deren
hervorstechendes Charakteristikum die Vielfalt ist. Nirgendwo sonst
im deutschsprachigen Raum trifft man auf so engem Raum auf so unterschiedliche
Zentren, die ihre eigenen Traditionen, ihre eigenen historischen und
künstlerischen Prägungen ausbildeten. Das Wort von einem verkleinerten
Abbild Deutschlands beschreibt die Eigenart Frankens durchaus treffend.
Die verschiedenen "Schubladen dieses fränkischen Zauberschranks"
werden in der Buchpräsentation des Bildbandes "Franken erleben"
vom Autor Thomas Huth aufgezogen, durchstöbert und die Funde in
Wort und Bild vorgestellt.
ISBN 978-3-928645-30-0
304 Seiten
Preis: 22,00 €

Oberfranken erleben

Ein Oberfränkisches Panorama

Es ist kein leichtes Unterfangen, Oberfranken
mit wenigen Worten zu charakterisieren. Selbst viele Worte werden dem
Wesen der vielgestaltigen Region kaum gerecht, denn unter den drei fränkischen
Regierungsbezirken darf sich Oberfranken sicher als der kontrastreichste
rühmen. Seine Landschaften decken die gesamte Palette von sanft
bis wild, von fruchtbar bis karg, von der Ebene bis ins schroffe Mittelgebirge
ab.
Ein Winkel wie die Fränkische Schweiz wurde gar zum Inbegriff einer
Traumlandschaft im Sinne der Romantiker, die dieses Gebiet Ende des
18. Jahrhunderts entdeckten.
Sucht man nach einem gemeinsamen Nenner von Steigerwald, Fränkischer
Schweiz, Fichtelgebirge, Itzgrund und Frankenwald, wird man beim Hauptstrom
Oberfrankens fündig, dem Main. Fast alle Wasser fließen ihm
zu, nur im Nordosten, wo Franken am höchsten hinaus will, da entsendet
das Dach Oberfrankens seine Bäche und Flüsse in alle Himmelsrichtungen.
Oberfrankens größter Trumpf aber ist, dass das bedeutende,
mit dem es aufwartet, so selbstverständlich erscheint. Es sei nur
an das großartige Weltkulturerbe der Bamberger Altstadt erinnert,
das in seiner kleinteiligen menschenfreundlichen Struktur auch heute
noch vor Lebensenergie und Quirligkeit nur so strotzt. Selbst der nicht
minder großartige Dom ist bei aller Erhabenheit kein totes Museum
seiner selbst, sondern lebendig genutzte Mitte des religiösen Bamberg.
Er "funktioniert" wie in den Tagen seiner Erbauung vor fast
achthundert Jahren.
Oder die großartige Gartenschöpfung der Markgräfin Wilhelmine
in Sanspareil! Schon die Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts gaben dem
Park mit Recht den 'Namen "Ohnegleichen" - "Sanspareil".
Die phantastische Umsetzung von Literatur in einen Garten, die dabei
die felsig bizarren Vorgaben der Natur wirkungsheischend einbezieht,
ist einzigartig in der europäischen Gartengeschichte, und dieser
kunstvolle Gartenexot harmoniert aufs Schönste mit der herbschönen Juralandschaft
Oberfrankens.
Wie schon eingangs gesagt, es bedürfte sehr vieler Worte, ein treffendes
Bild Oberfrankens zu zeichnen, deswegen übernehmen die hervorragenden
Aufnahmen des Fotografen Thomas Peter Widmann den Part, das Land in
seinen vielfältigen Facetten vorzustellen. Der Text versteht sich
als "Cicerone" durch diese oberfränkische Bilderwelt
und folgt eng den Motiven. Text und Bild harmonisierte der Grafik-Designer
Klaus Schinagl, damit das Buch in seiner Gänze dem schönen
Land Oberfranken gerecht wird!
ISBN 3-928645-34-X
Preis: 11,80€

Mittelfranken – Impressionen einer Region

Vielfalt ist sein Trumpf

Mittelfranken liegt nicht in der Mitte. Jedenfalls nicht in der Mitte
Frankens. Die lässt sich im Steigerwald lokalisieren, wo die drei
bayerischen Regierungsbezirke Unter-, Ober- und Mittelfranken einen
gemeinsamen Grenzpunkt haben, wahrnehmbar gemacht durch den so genannten
"Dreifrankenstein". Und den wiederum gäbe es heute nicht,
wenn man nicht im 19. Jahrhundert mit königlich bayerischer Verwaltungsakkuratesse
die drei nördlichen Regierungsbezirke des Staates nach dem Stamm
der Franken benannt hätte, der die Gegend ab dem 6. Jahrhundert
geprägt hat.
Seither verwirrt dieses dreistufige fränkische
Panorama all diejenigen, die mit einer gewissen Logik das mittlere Franken
irgendwo zwischen dem unteren und dem oberen vermuten, quasi als Pufferzone
zwischen den beiden "Extremen". In Wirklichkeit aber entpuppt
sich die behördlich erdachte Bezeichnung Mittelfranken als Name
für den südlichen Teil Frankens. Es ist das Land zwischen
Wörnitz und Pegnitz, zwischen Steigerwald und Hesselberg, das seit
1838 als Mittelfranken firmiert und von der Bezirksmetropole Ansbach
aus verwaltet wird. Unter Bayerns Zepter wuchs im 19. Jahrhundert zusammen,
was schon immer zusammengehörte, aber dank deutscher Kleinstaaterei
in eine Vielzahl kleiner und kleinster Einheiten zersplittert war. Als
Mittelfranke empfand sich in Rothenburg, Spalt oder Fürth zuvor
keiner. Man war Reichsstädter, Untertan des Eichstätter Fürstbischofs
oder des Markgrafen in Ansbach. Nun unter "weiß-blauer"
Herrschaft entdeckte man den "rot-weißen" Franken in
sich. Paradoxerweise sind die Franken sich erst als Bayern ihres Fränkischseins
so richtig bewusst geworden. Man muss Bayern danken, für Unter-,
Mittel- und Oberfranken ...
Doch zurück nach Mittelfranken: Ist aus der Benennung eines Regierungsbezirks
tatsächlich eine Identität geworden? Gibt es "den"
Mittelfranken? Darauf lässt sich weder eine einfache noch eine
eindeutige Antwort geben. Dekliniert man die Identitäten, die sich
aus heutiger Sicht ergeben, an einem Beispiel durch, stößt
man schnell an die Grenzen solcher Gruppenidentitäten. Nehmen wir
als Fallbeispiel den "gemeinen Nürnberger", der in beinahe
fünfhunderttausendfacher Ausfertigung sein maßgeschneidertes
Biotop beiderseits der Pegnitz bevölkert. Der ist selbstverständlich
zunächst mal Nürnberger, wenn nicht sogar im Speziellen Sebalder
oder Lorenzer Altstädter. Dann ist er natürlich Mittelfranke,
Franke ebenfalls – keine Frage. Bayer ist er als Staatsbürger
sowieso und bei günstigen Gelegenheiten, zum Beispiel wenn Bayern
im Allgemeinen gelobt wird, auch darüber hinaus. Das wird fallweise
und flexibel entschieden. Außerdem ist er klarerweise Deutscher
und damit automatisch guter Europäer. Und Kosmopolit ist der Nürnberger
ohnehin, das bereitet keine Probleme, das war er schließlich immer
schon. Da kommt also ganz schön was zusammen an "Identitäten".
Wen wundert' s, wenn im intimsten Winkel seiner Seele der Nürnberger
dann doch in erster Linie Nürnberger ist.
ISBN 3-928645-32-3
Preis: 13,80 €

Franken – Impressionen

Ein Bildband mit Texten von Thomas
Huth

Die Schubladen des "Fränkischen Zauberschranks" sind prall gefüllt mit Geschichte, herrlicher Natur, vielfältiger Kultur, Wein und Lebensfreude. Namhafte Fotografen wie Elmar Hahn und Herbert Liedel laden zu einer visuellen Rundreise.
Fotografie: Elmar Hahn, Herbert Liedel, u. a. · Text: Thomas Huth · Format: 24,3 x 30,0 cm, 144 Seiten, 172 farbige Abbildungen
Preis: 14,80 €

Würzburg erleben

Wie ein irdisches Paradies

Viel preisendes wussten Dichter im Laufe der Jahrhunderte über
Würzburg zu sagen. Den Reigen eröffnete Gottfried von Viterbo
um 1190, der seiner Begeisterung geradezu hymnischen Ausdruck verlieh:
"Trefflich ist die Lage, wunderschön erschien sie mir; ins
Tal tief eingeschnitten liegt die Stadt wie ein irdisches Paradies."
Hätte es damals schon einen Posten wie den des Fremdenverkehrsdirektors
gegeben, wäre man an Gottfried von Viterbo kaum vorbeigekommen.
Gottfried ist beileibe kein Einzelfall. Goethe zählte Würzburg
unter die schönsten deutschen Städte. Mozart sprach in einem
Brief an seine Frau Constanze von "einer schönen, einer prächtigen
Stadt". Heinrich von Kleist war da schon ein zäherer Kunde.
Ihm gefiel Würzburg zunächst gar nicht, die Landschaft war
zu kahl, die Leute zu katholisch: "Das Ganze hat ein echt katholisches
Ansehn. Neununddreißig Türme zeigen an, dass hier ein Bischof
wohne, wie ehemals die ägyptischen Pyramiden, dass hier ein König
begraben sei."
Aber auch den widerspenstigen Kleist hat Würzburgs
Charme umgedreht. Zwei Monate später hörte sich der vormalige
Kritiker so an: "In der Tiefe, sagte ich, liegt die Stadt, wie
in der Mitte eines Amphitheaters. Die Terrassen der umschließenden
Berge dienten statt der Logen, Wesen aller Art blickten als Zuschauer
voll Freude herab und sangen und sprachen Beifall, oben in der Loge
des Himmels stand Gott." Da kam einer als nüchterner Preuße
in die Stadt und verließ sie als Poet. Wer sagt's denn?!
Preis: 7,80 €

Rothenburg erleben

Gleichgültig wo und wann man auf der Welt
an ein romantisches und geschichtsträchtiges Deutschland denkt,
kommen einem Bilder wie die des Plönleins oder des Röderbogens
in Rothenburg ob der Tauber in den Sinn. Zu Recht gilt die ehemalige
Freie Reichsstadt an der Romantischen Straße, Deutschlands meistbesuchte
Kleinstadt, als Bilderbuchstadt des Mittelalters.
Wolfgang Grötsch
hat dieses „Bilderbuch“ in stimmungsvollen aktuellen Fotos
festgehalten, die durch den begleitenden Text von Thomas Huth zu einem
lebendigen Spaziergang durch dieses einmalige Kunstwerk alter Stadtbaukunst
werden. Tauchen Sie in den vier reich bebilderten Kapiteln in gut achthundert
Jahre Rothenburger Geschichte ein und erleben sie damit deutsche Vergangenheit
in ihrem vielleicht malerischsten Denkmal.
ISBN 3-928645-38-2
Preis: 7,80 €

Franken – Eine Fotoreise

Frankenland ist Augenland!

Frankens ungemein vielfältige Kulturlandschaft mit ihren wohl erhaltenen
alten Städten, Kirchen, Burgen und Schlössern ist ein Fest
für jedes sinnlich empfängliche Auge.
Die Fotografen Elmar Hahn, Herbert Liedel und Thomas Widmann laden mit
stimmungsvollen Bildern aus allen Teilen Frankens zwischen Spessart
und Fichtelgebirge, zwischen Rhön und Altmühl zu einer Fotoreise
durch dieses abwechslungsreiche Land. Entdecken Sie die „Harmonie
der Kontraste“, die Frankens unverdorbene Wesensart ausmacht.
Lebendige Texte von Thomas Huth stellen das jeweils Charakteristische
der Regionen Frankens vor und machen diese „Fotoreise“ zu
einer sinnlichen Reportage aus einem schönen Land!
ISBN 3-928645-41-2
Preis: 32 €

Suche Frau …

… wochentags zum arbeiten, Wochenende zum Vergnügen

"Chemieblonde Sudetendeutsche sucht
pflegeleichten Rentner!" Wie wird es dieser Dame, mit der wir vor etwa
fünfzehn Jahren so folgenreich Bekanntschaft machten, wohl heute
gehen? Ob sie Erfolg hatte? Wenn ja, endete dieses späte Glück
in einem pflegeleichten Doppelgrab? - Wir können diese Fragen leider
nicht beantworten. Auf jeden Fall hätten wir ihr ein guterhaltenes
Rentner-Exemplar gegönnt, denn ihre Anzeige weckte in uns die Neugier
auf die wunderbare Welt der Lebensglücksuchenden, auf eine Welt,
die bevölkert ist von Menschen wie Du und wir, Latexfreunden, Dominas
mit Rubensfiguren, linken Lehrern, Uniformverehrerinnen, Kleintierzüchtern
und Vegetarierinnen mit den "kosmisch geistigen Dingen gegenüber
aufgeschlossenen Seelen".
Aus annnähernd 350.000 Selbstdarstellungen griffen wir die Persönlichkeiten
heraus, die mit besonders eigenwilligen und kuriosen Textschöpfungen
für sich warben. Ob dieser Methode der Partnersuche überdurchschnittlich
viel Erfolg beschieden ist, können wir nicht beurteilen. Eines
aber haben die Inserenten auf jeden Fall erreicht: die Aufnahme in dieses
Werk!
Süddeutsche Zeitung, Heim und Welt, Frankfurter Rundschau und Die
Zeit erwiesen sich bei unserer Suche als die ergiebigsten Quellen -
regionale Zeitungen dagegen boten kaum mehr als Hausmannskost.
Besonders die Zeitschrift Heim und Welt, die sich nicht nur aufopfernd
um die zwischenmenschlichen Probleme in Herrscherhäusern und Prominenten-Haushalten
sorgt, sondern auch durch geistreiche Kommentare ("Hier bellt Bulli"}
besticht und mit präzisen astrologischen Voraussagen das Weltgeschehen
unumstößlich festlegt, bietet dem Genießer die Erfüllung
selbst entlegenster Wünsche. Für den "doppelherzgestärkten"
Leser erweisen sich hier Zeugen Jehovas, undesbahnerwitwen, Halbhausbesitzer,
Ostschweizer Bergbauern und strenge Nikolause als "Galama"
für die Seele.
Wer sich dagegen Die Zeit vornimmt, findet sich dort im Kreise tiefempfindender
Akademiker wieder, deren gesundes Selbstgefühl es verbietet, ihr
Lichtlein unter den Scheffel zu stellen. Menschen, denen es gelingt
auf Sylt Rotwein zu schlürfen und in der Toskana ein Pils zu trinken,
die weder mit Kaviar noch Lachsersatz Berührungsängste haben
und denen das abwechselnde Tragen von Pumps und Gummistiefeln zur zweiten
Natur geworden ist, finden hier ihr paritätisches Lebensglück.
Normale Menschen zwecklos! Die suchen am besten in der Frankfurter Rundschau
und der Süddeutschen Zeitung - dort ist für jeden etwas dabei.
Dieses Buch hingegen bietet eine erlesene Sammlung von Meisterwerken
der Eigenwerbung. Es gehört zum Wesen der Werbung, marktschreierisch
und übertreibend zu sein. Bei der Partnersuche als speziellem Fall
der Werbung verhält es sich nicht anders. Je skurriler, verblüffender,
abseitiger, entlarvender oder dreister sich jemand anpries, desto größer
waren seine Chancen, sich für unser Buch zu qualifizieren - und
so hatten wir uns bald an das Außergewöhnliche gewöhnt.
Viele Anzeigen werfen kein gutes Licht auf den Zustand zwischenmenschlicher
Beziehungen in unserer Gesellschaft. Und nur die Wenigsten sind mutig
genug, ihre Einsamkeit öffentlich zuzugeben.
Aber keine Angst, wir wollen mit unserem Buch keinen Soziologen brotlos
machen oder Ihnen gar zu einem schlechten Gewissen verhelfen. Im Gegenteil:
Sie sollen Sich beim Lesen genauso amüsieren wie wir beim Auswählen.
Dazu geben wir Ihnen nun genügend Gelegenheit!
Wir wollen diese einleitenden Worte nicht beschließen, ohne die
üblichen Danksagungen ausgesprochen zu haben. Sie gelten zum einen
den Inserenten, deren Vorstöße in bis dahin unerforschte
Regionen des guten Geschmacks auch auf den Ihren nicht ohne Einfluß
bleiben werden, und zum anderen dem Weingut Brennfleck in Sulzfeld und
der Familie Smirnoff, deren Erzeugnisse wesentlich zur Erhöhung
der literarischen Qualität dieses Werkes und unserer Leberwerte
beitrugen.
Nun wünschen wir Ihnen beim Lesen mindestens so viel Spaß,
wie wir beim Sammeln hatten!
"Ehemalige Pflegerin, vollbusig,
nimmt sexinteressierte Senioren bei sich auf, 3.200,- monatlich, Nachweis des Einkommens, zwei Tage auf Probe kostenlos."
In der Welt der Kontaktanzeigen gibt es nichts, was es nicht gibt. Die
Herausgeber dieser köstlichen Fundgrube haben die kuriosesten Beispiele
zusammengetragen - und dabei auch den Blick in entlegene Blättchen
wie "Heim und Welt" nicht gescheut. Ihre schillernde Ausbeute
spiegelt das ganze Drama der einsamen Herzen wider - von naturverbunden
("Kleiner Rasenmäher (165 cm) sucht passenden Rasen")
bis dreist ("Ehepaar sucht sexinteressierten Herrn, der sich am
Kauf eines Fachwerkhauses beteiligt"), von wählerisch ("Bitte
keine dünnen Männlein oder Ausländer") bis anspruchsvoll
("Sind Sie eine behinderte junge Dame in der Schadensklasse A6/A8?").
ISBN 3-8218-4844-8
(leider vergriffen)
Preis: 7,95 €
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